Erinnerungen
Der Erinnerungs-Server ist ein persistentes, Session-übergreifendes Gedächtnis für Projekte, Entscheidungen und Notizen – erreichbar sowohl für KI-Assistenten wie Claude über das Model Context Protocol als auch über eine eigene Web-Oberfläche direkt hier auf dieser Seite.
Allgemein
Wozu dient er?
Wenn man regelmäßig mit einem KI-Assistenten an denselben Projekten arbeitet, geht zwischen einzelnen Sitzungen viel Kontext verloren – Entscheidungen, Umsetzungsdetails, offene Punkte müssen mühsam wieder rekonstruiert werden. Der Erinnerungs-Server löst das: eine eigene, dauerhafte Wissensdatenbank, die eine KI lesend und schreibend nutzen kann, und die auch zwischen komplett unabhängigen Sitzungen erhalten bleibt.
Aufbau: Projekte → Erinnerungen
Erinnerungen werden in Projekten organisiert. Jedes Projekt hat einen Namen und optional eine kurze Beschreibung, jede Erinnerung darin einen Titel und einen Inhalt in Markdown. Dazu kommen vier optionale Felder: eine Kurzfassung in einem Satz, eine frei wählbare Art (zum Beispiel Regel, Runbook, Referenz oder Zugang), Bereiche innerhalb des Projekts (siehe unten) und die Markierung „angeheftet“. Die Web-Oberfläche führt in drei Schritten dorthin: erst die Projektliste, dann die Erinnerungen innerhalb eines Projekts (mit den Optionen Öffnen, Bearbeiten und Löschen pro Eintrag), zuletzt die eigentliche Bearbeitungsmaske.
Token-sparend: Einzeiler statt Volltexte
Suche und Sitzungsstart liefern pro Erinnerung nur eine Zeile mit Titel, Art und Kurzfassung. Den vollständigen Text lädt die KI erst gezielt, wenn sie ihn wirklich braucht. Angeheftete Erinnerungen – kurze Dinge, die in jeder Sitzung gebraucht werden, etwa Hinweise zur eigenen Person – bekommt sie beim Sitzungsstart immer vollständig mit. So bleibt der Kontext klein und trotzdem ist alles Wichtige sofort da.
Bereiche: nur laden, was zum Thema gehört
Große Projekte lassen sich zusätzlich in Bereiche gliedern, etwa Frontend, Backend und Datenbank. Eine Erinnerung kann mehreren Bereichen angehören oder gar keinem. Beim Sitzungsstart und bei der Suche kann die KI nach Bereichen filtern: Sie bekommt dann die passenden Erinnerungen plus alle ohne Bereich, der Rest wird nicht verschwiegen, sondern nur gezählt („+5 in anderen Bereichen: Backend 3, Datenbank 2“). Die vorhandenen Bereiche eines Projekts werden mit Anzahl angezeigt, damit bestehende wiederverwendet statt neue erfunden werden; Groß- und Kleinschreibung spielen keine Rolle. In der Web-Oberfläche gibt es dafür eine Filterleiste über der Liste und Chips mit Vorschlägen im Editor.
Kleine Änderungen, kleine Nachrichten
Soll in einer langen Erinnerung nur ein Satz geändert oder ein Punkt ergänzt werden, muss die KI nicht den ganzen Text neu schicken: Sie ersetzt gezielt einzelne Textstellen oder hängt etwas an das Ende eines Abschnitts an. Jede zu ersetzende Stelle muss dabei genau einmal vorkommen; passt eine nicht, bleibt die Erinnerung komplett unverändert.
Verknüpfungen: nichts doppelt schreiben
Erinnerungen können auf andere Erinnerungen verweisen. Baut ein Runbook auf einer Zugangs-Erinnerung auf oder ist eine Übersicht der Einstieg zu mehreren Detailthemen, wird der Inhalt nicht kopiert, sondern verknüpft. Ein Fakt steht so an genau einer Stelle und muss nur dort gepflegt werden. Eine Verknüpfung zeigt in eine Richtung; beim Öffnen einer Erinnerung erscheinen beide Seiten: „Verknüpft mit“ (worauf sie verweist) und „Wird referenziert von“ (wer auf sie verweist), jeweils mit Titel und Kurzfassung. Wird eine Erinnerung gelöscht, verschwinden ihre Verknüpfungen automatisch. In der Web-Oberfläche findet man die Ziel-Erinnerung über eine Titelsuche, in der Liste zeigt ein Chip die Anzahl der Verknüpfungen. Auch Aufgaben und wiederkehrende Checks aus den anderen Servern können auf Erinnerungen verweisen, etwa auf das passende Runbook.
Markdown, Vorschau und Download
Erinnerungen werden als Markdown geschrieben. Ein Umschalter im Editor zeigt den Inhalt wahlweise als Rohtext oder gerendert an (Überschriften, Listen, Code, Zitate, Links) – ganz ohne externe Bibliothek. Jede Erinnerung lässt sich außerdem jederzeit als eigenständige .md-Datei herunterladen.
Dateianhänge
Zu jeder Erinnerung lassen sich beliebige Dateien hochladen – Bilder, PDFs, was auch immer dazugehört. Anhänge lassen sich sowohl über die Web-Oberfläche als auch über eigene Werkzeuge für KI-Clients verwalten.
Für KI-Clients
Ein per Dashboard erzeugter Zugangs-Token mit Zugriff auf „memory“ reicht, um den Server in Claude oder einen anderen MCP-fähigen Client einzubinden. Zur Verfügung stehen dreizehn Werkzeuge:
Werkzeug Beschreibung session_briefing Sitzungsstart in einem Aufruf: angeheftete Erinnerungen vollständig, alle Projekte als Einzeiler und die übrigen Erinnerungen ausgewählter Projekte als Einzeiler mit Kurzfassung, samt vorhandener Bereiche, optional auf Bereiche gefiltert list_projects Listet alle eigenen Projekte mit Anzahl enthaltener Erinnerungen und ihren Bereichen create_project Legt ein neues Projekt an, optional mit Beschreibung update_project Benennt ein Projekt um und/oder ändert seine Beschreibung, die Erinnerungen bleiben im Projekt search_memories Durchsucht die eigenen Erinnerungen nach Stichwörtern, optional auf ein Projekt und Bereiche eingeschränkt, und liefert Einzeiler mit Kurzfassung und Anzahl der Verknüpfungen get_memory Liefert eine einzelne Erinnerung vollständig, inklusive Anhang-Metadaten und Verknüpfungen (Verweist auf / Wird referenziert von, jeweils als Einzeiler) create_memory Legt eine neue Erinnerung in einem Projekt an (Markdown-Inhalt, optional Kurzfassung, Art, Bereiche, Anheften und Verknüpfungen zu anderen Erinnerungen) update_memory Ändert Titel, Inhalt, Kurzfassung, Art, Bereiche, Anheften-Markierung und/oder die Verknüpfungen einer bestehenden Erinnerung patch_memory Ändert einzelne Textstellen im Inhalt oder hängt Text an das Ende oder an einen Abschnitt an, ohne den ganzen Inhalt neu zu schicken (alles oder nichts) delete_memory Löscht eine Erinnerung unwiderruflich add_attachment Hängt einer Erinnerung eine Datei an get_attachment Liefert einen Anhang zum Lesen delete_attachment Entfernt einen Anhang unwiderruflich
Projekte lassen sich nachträglich sowohl über die Web-Oberfläche als auch per update_project umbenennen. Das ist nützlich, weil die KI beim Sitzungsstart Projekte über ihren Namen auswählt: Passt der Name zum Arbeitsverzeichnis oder Thema, findet sie das richtige Projekt ohne Umwege.
Der Webzugang ist nur für freigeschaltete Nutzer möglich.Technischer Aufbau
Eigene, isolierte Datenbank
Die Daten liegen bewusst nicht in WordPress, sondern in einer eigenen SQLite-Datenbank – getrennt von der Website, ohne sie unnötig aufzublähen. Jede Abfrage ist strikt nach Nutzer gefiltert, auch wenn aktuell nur ein einziger Account darauf zugreift.
Zwei Zugriffswege, ein Zugangsschlüssel
Der Server ist über den MCP-Gateway für KI-Clients erreichbar und gleichzeitig über eine eigene Web-Oberfläche direkt hier eingebettet. Für die Einbettung erzeugt WordPress bei jedem Seitenaufruf automatisch einen frischen, nur wenige Stunden gültigen Zugangsschlüssel im Hintergrund – es muss nichts manuell kopiert oder eingetragen werden.
Der Webzugang ist nur für freigeschaltete Nutzer möglich.